Förderung der Kriminalistik in Wissenschaft, Praxis, Aus- und Weiterbildung Deutsche Gesellschaft für Kriminalistik
Förderung der Kriminalistik in Wissenschaft, Praxis, Aus- und WeiterbildungDeutsche Gesellschaft für Kriminalistik

Kriminalistische Kompetenzen

2.11  Freiheitsentziehung

Die Studierenden sollen

  • die rechtlichen, taktischen, psychologischen und dienstkundlichen Aspekte der verschiedenen Arten der Freiheitsentziehung kennen und in die Praxis umsetzen können.

Schwerpunkte:

  • Planung, Vorbereitung und Durchführung von Festnahmen, Verhaftungen und Ingewahrsamnahmen
  • Eigensicherung
  • Dokumentation und Folgemaßnahmen (Einlieferung, Vorführung, Blut- und Urinentnahmen, Sicherheitsleistung, Entlassung)
  • besondere Personen (u. a. Minderjährige, Kranke, Betrunkene, privilegierte Personen, Ausländer)

2.12  Vorgangsbearbeitung

Die Studierenden sollen

  • unter Anwendung kriminalistischen Denkens und der Fallanalyse kriminalistische Sachverhalte in allen Phasen der Ermittlungen sachgerecht selbstständig oder als Teil einer BAO bearbeiten und aktenmäßig aufbereiten können.

Schwerpunkte:

  • kriminalistische Fallanalyse, operative Fallanalyse
  • Untersuchungs- und Ermittlungsplanung
  • Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft
  • Dokumentation von Ermittlungsergebnissen
  • Zweck, Inhalt und Ordnung von Ermittlungsakten
  • landesspezifische Vorgangsbearbeitungssysteme
  • Einrichtung und Ablauforganisation von Ermittlungsgruppen, Sonderkommissionen und anderer BAO
  • beschleunigtes Verfahren, Jugendsachen
  • Zwischen-/Schlussberichte

2.13  Kriminalpolizeilicher Meldedienst;  Auswertung

Die Studierenden sollen

  • die Bedeutung des KPMD, von Lagebildern, Statistiken und neuen Auswertesystemen für die Kriminalitätsbekämpfung erfassen, um die daraus gewonnen Erkenntnisse praxisgerecht umsetzen zu können.

Schwerpunkte:

  • historische Entwicklung, Aufgaben, Bedeutung und Probleme des KPMD
  • Meldewesen, Berichtspflichten
  • Statistiken und Lagebilder
  • Bedeutung der kriminalistischen Auswertung, Auswertesysteme

2.14  Verdeckte Informationsbeschaffung

Die Studierenden sollen

  • die rechtlichen, taktischen, technischen, personellen und dienstkundlichen Möglichkeiten und Grenzen der einzelnen verdeckten Maßnahmen kennen und nutzen können.

Schwerpunkte:

  • Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von verdeckten Ermittlern bzw. nicht offen ermittelnden Polizeibeamten, Vertrauenspersonen und Informanten
  • Möglichkeiten und Grenzen der Telekommunikationsüberwachung
  • Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Observationen einschl. der grundlegenden technischen Möglichkeiten
  • polizeiliche Beobachtung
  • Einbringung der gewonnenen Erkenntnisse in den Beweisführungsprozess des Strafverfahrens

2.15  Nationale und internationale Zusammenarbeit, Gremienarbeit

Die Studierenden sollen

  • die Geschichte, die Gegenwart, Perspektiven und die rechtlichen Grundlagen der nationalen und internationalen kriminalpolizeilichen Zusammenarbeit kennen,
  • die Probleme der Zusammenarbeit verstehen, um in der Praxis die richtigen nationalen und internationalen Ansprechpartner finden zu können.

Schwerpunkte:

  • nationale Gremien (IMK, AK II, AG Kripo, Kommissionen)
  • Geschichte, Aufbau und Aufgaben des Bundeskriminalamtes
  • Grundsätze der nationalen Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern
  • Grundsätze der internationalen Rechtshilfe und Zusammenarbeit
  • Geschichte, Aufbau und Aufgaben von IKPO/Interpol, Europol, Eurojust
  • Schengener Abkommen, Schengener Durchführungsübereinkommen
  • sonstige internationale Verträge (u. a. OK-Abkommen, Abkommen über den Austausch von Verbindungsbeamten, internationale Rechtshilfe)

2.16  Präventive Verbrechensbekämpfung

Die Studierenden sollen

  • die Grundlagen der polizeilichen Prävention in Bund und Ländern und die wichtigsten Institutionen außerhalb der Polizei kennen und in der Lage sein, Präventionsmaßnahmen im Einzelfall zu planen.

Schwerpunkte:

  • Präventionsarbeit der Polizeien im Bund und im jeweiligen Land, ProPK
  • Zusammenarbeit mit anderen Trägern und Institutionen
  • kriminalistische Präventionsmaßnahmen

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