Förderung der Kriminalistik in Wissenschaft, Praxis, Aus- und Weiterbildung Deutsche Gesellschaft für Kriminalistik
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Preis der DGfK 2010 verliehen

Anlässlich der 8. Jahrestagung der DGfK in Münster wurde am 12. April 2011 der Preis der Deutschen Gesellschaft für Kriminalistik e.V. verliehen. Mit dem Preis der DGfK 2010 wurden ausgezeichnet

  • Herr Dr. Martin Schulz
    und
  • Frau Melanie Maierthaler

für die Arbeit zu dem Thema (verkürzt): Visualisierung von biologischem Spurenmaterial für forensische DNA-Typisierungen
 
Wie auch in den Vorjahren erfolgte die Auswahl und Begutachtung der eingesandten Arbeiten durch eine vom DGfK-Vorstand eingesetzte Gutachterkommission aus verschiedenen Fachgebieten. Als Gutachter waren tätig:

Name des Gutachters Institution Fachgebiet
Prof. Dr. Rolf Ackermann Berlin Kriminalwissenschaften
LKD a.D. Horst Clages Vorstand DGfK Kriminalwissenschaften
Vorsitzender der Gutachterkommission
Prof. Dr. Armin Forker Universität Jena Kriminalwissenschaften
Rechtswissenschaften
Prof. Dr. Horst Howorka Berlin Naturwissenschaftliche
Kriminalistik
Prof. Manfred Krupski Bremen Kriminalwissenschaften
KD Werner Märkert FH Rheinland-Pfalz Kriminalpraxis, Kriminologie
LKD Gerhard-Heinrich Müller LKA Hamburg Kriminalpraxis, Kriminalwissenschaften
Dr. Klaus-Peter Philipp Universität Greifswald Naturwissenschaftliche Kriminalistik, Rechtsmedizin
KOR Michael Pritzl FHöV NRW Kriminalistik, Kriminalpraxis
Prof’in Dr. Reingard Nisse Bernau Kriminalpsychologie/Soziologie
Dipl. Krim. Uwe Rüffer Berlin Rechts- und Kriminalwissenschaften

Zu begutachten waren insgesamt 10 Arbeiten aus den Kriminalwissenschaften mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten bei vorwiegend hochgradig kriminalwissenschaftlichem Anspruch, so dass sich das Auswahlverfahren äußerst schwierig und zeitaufwendig gestaltete.

Mit Bedauern ist festzustellen, dass nur in wenigen Fällen – wie auch in den Jahren vorher - Master- oder Diplom- bzw. Bachelorarbeiten aus polizeilichen Ausbildungseinrichtungen, nämlich der DHPol oder den Fachhochschulen, für den Preis der DGfK eingereicht werden. Hier liegt nach wie vor leider ein hohes Potential brach.
 
Als preiswürdig befunden wurde für das Jahr 2010 eine Forschungsarbeit des Instituts für Rechtsmedizin der Technischen Universität München zur forensischen DNA-Typisierung, veröffentlicht als Bachelor – Thesis zum gleichen Thema.

Das Forschungsprojekt stand unter der Leitung von Dr. Martin Schulz vom Rechtsmedizinischen Institut München. Für die Umsetzung der Forschungsergebnisse als Bachelor-Thesis zeichnet verantwortlich Frau Melanie Maierthaler.

Von rechts: Dr. Martin Schulz, Melanie Maierthaler, Dr. Holger Roll, Horst Clages

Der Preis der DGfK ist dotiert mit einem Preisgeld in Höhe von 1000,00 EURO.
Herzliche Glückwünsche an die Preisträger.

Welche Gründe waren für die Vergabe des Preises maßgebend?
Mit dem Preis der DGfK sollen jährlich Arbeiten aus den Kriminalwissenschaften ausgezeichnet werden, die sowohl von ihrem wissenschaftlichen Anspruch her als auch im Hinblick auf die praktische Relevanz einen deutlichen Mehrwert für die Kriminalistik darstellen. Diesem Anspruch wird die vorliegende Forschungsarbeit in besonderem Maße gerecht, und zwar – verkürzt gesagt - durch die Weiterentwicklung bei der Untersuchung latenter DNA-Spuren und der DNA-Analyse von Spurenträgern. Die Arbeit enthält ebenfalls Anregungen und Lösungswege, um weitere materielle Quellen zu erschließen und stellt eine nützliche Ergänzung aktueller Methoden dar. Sie trägt auch dazu bei, Mischspuren zu vermeiden. Insbesondere diese Aspekte sind für die kriminalistische Arbeit, die informationelle Spurenausbeute und letztendlich die Beweiserhebung und Beweisführung im Strafprozess von herausragender Bedeutung
Sowohl der wissenschaftliche als auch der praxisorientierte Wert der vorliegenden Arbeit sind hoch einzuschätzen.

Herr Dr. Schulz hat in einem beachtenswerten Kurzvortrag die Schwerpunkte und das Ergebnis seiner Forschungsarbeit vorgestellt, so dass sich die Tagungsteilnehmer einen unmittelbaren Eindruck von der Bedeutung der Arbeit für die praktische Kriminalistik verschaffen konnten.
 
Horst Clages
Leitender Kriminaldirektor a.D.
Vorsitzender der Gutachterkommission

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